Reiseführer rund um Polynesien – Urlaub im Östlichen Pazifik
Strandhaus am Strand von Polynesien
Polynesischer Strand im Pazifik

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Weiterführendes

Kultur und Geschichte auf Polynesien

Polynesien ist so vielfältig wie es weiträumig ist. Der riesige räumliche Umfang des Gebietes ließ eine einheitliche Entwicklung in Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion nicht zu. Teilweise sind die Inseln über mehrere tausend Kilometer von einander entfernt gelegen.
Diese große räumliche Trennung hatte ganz unterschiedliche Entwicklungsstufen- und Geschwindigkeiten zur Folge. Es gibt heute somit Regionen, die an längst vergangene Zeit erinnern. Man kann dort sehr primitiv lebende Ureinwohner beobachten, die mit zum Teil steinzeitlichen Methoden ihr Leben gestalten. Diese Naturvölker benutzen einfache Werkzeuge, betreiben kaum systematisch Landwirtschaft und beschaffen ihre Nahrung als Jäger beziehungseise Fischer.
Im Gegensatz dazu brachte die Kolonisation im 18. und auch 19. Jahrhundert westliche Vorstellungen in das zuvor eher unberührte Inselgebiet. Entsprechend der jeweiligen Kolonialmacht vollzog sich auch auf den einzelnen Inseln Polynesiens ein politisch- kultureller Wandel. Sprache und Währung wurden von den Besatzern eingeführt. Und auch Handels- und Regierungssystem wurden in den neuen Kolonien schnell etabliert und zwangsentwickelt. Nicht zuletzt dieser kolonialen Entwicklung verdankt man heute die touristische Zugänglichkeit von Polynesien.

Doch gibt es auch Überschneidungen. Kaum vorstellbar, doch hat man auf den verschiedenen und oft weit auseinander liegenden Inseln ziemlich starke Ähnlichkeiten in Sachen Sprache und Kultur fest machen können. Sprachliche Differenzen haben sich bis heute gehalten, doch stellt man schnell Sprachverwandtschaften zwischen den benachbarten Regionen fest.

Götterstatuen auf Hawaii Auch in Sachen Glaube und Kultur sind die meisten Motive von Naturbildern geprägt. Die enge Verbundenheit zur Natur spiegelt sich also stark in religiösen Vorstellungen wieder. Die Gottesbilder rühren immer wieder von gleichen Ursprüngen her, obgleich sie in den wenigsten Fällen identisch sind. Trotzdem ist eine Art polynesische Gotteswelt definierbar.
Es gibt weitläufig gesehen auch angelehnte Entwicklungsstufen in Landwirtschaft und Fischfang. Die ökonomische Technisierung ist hierbei vor allem zu den kolonialisierten Regionen abzugrenzen. In den ursprünglich belassenen Inselgebieten fand man aber auch teilweise sich sehr ähnelnde Werkzeuge und Relikte von technischer Arbeitsweise. Die Völker des westlichen Polynesiens haben sich hierbei vor allem durch ihre hohe sozio-kulturelle Entwicklungen hervorgetan. Ihre Völker besiedelten ihre jeweilige Insel in sehr großem Umfang auf relativ komprimierten Raum. Unter anderem etablierten sie eine Form des Gerichts und verwalteten ihre Inseln und Bevölkerungen schon fast nach modernen Standards.
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